Schlafstörungen – Ursachen und mögliche Therapien

Frau liegt im Bett

Die meisten Menschen kennen das: Man ist unruhig, man kann nicht einschlafen oder wird nachts immer wieder wach. Meistens hat der gelegentlich schlechte Schlaf einen konkreten Grund, und dieser Zustand dauert nicht lange an. Doch rund ein Viertel der Bevölkerung leidet unter manifesten Schlafstörungen.

Der Schlaf ist ein sich immer wiederholender Zustand, der ein wichtiger Teil allen Lebens ist. Er hat verschiedene Funktionen. Der menschliche Organismus erholt sich während des Schlafes. Das ist notwendig, um am nächsten Tag wieder leistungsfähig zu sein.

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InformationNach neuen Erkenntnissen hat der Schlaf ebenfalls Auswirkungen auf das Immunsystem. Das Gehirn verarbeitet während des Schlafes die am Tag gemachten Erfahrungen, speichert Lerninhalte und trennt Wichtiges von Banalem. Schlafstörungen können also gravierende Auswirkungen auf die Leistungsfähigkeit, auf die Gesundheit und das Wohlbefinden haben. Allerdings deutet nicht jede unruhige Nacht gleich auf eine Schlafstörung hin. Ein ernsthaftes Problem entsteht erst dann, wenn der Schlaf zu kurz oder zu lange ausfällt, wenn er oft unterbrochen wird und keine Erholung bringt. Als chronisch werden Schlafstörungen dann bezeichnet, wenn man wöchentlich drei Nächte schlecht schläft und diese Probleme länger als einen Monat andauern.

Ursachen für Schlafstörungen

Die Gründe für den schlechten Schlaf sind vielfältig und oft von den individuellen Gegebenheiten und Lebensumständen abhängig. Eine generelle Auflistung möglicher Ursachen kann nur ein grobes Raster als Hilfe zur Einordnung sein. Folgende Ursachen sind möglich:

  • Krankheiten wie Krebs, Entzündungen, Störungen des Hormonhaushaltes oder Herz- Kreislauf-Probleme oder das Restless-Legs-Syndrom
  • Psychische Gründe wie Stress oder Ärger, psychische Erkrankungen wie Depressionen
  • Äußere Gegebenheiten wie Lärm, Licht oder schlechte Schlafhygiene (siehe Tipps), Schichtarbeit

Bei chronischen und andauernden Schlafstörungen sollte auf jeden Fall der Arzt konsultiert werden. In der Arztpraxis wird eine gründliche Anamnese durchgeführt, um den Ursachen der Schlaflosigkeit auf die Spur zu kommen. Ist nach der Diagnose eine physische oder psychische Erkrankung die Ursache der Störung, so muss eine mögliche und sinnvolle Behandlung in Zusammenarbeit mit dem Arzt besprochen und durchgeführt werden. Auch die Beobachtung in einem Schlaflabor kann Formen und Ursachen der Schlafstörungen genauer definieren.

Schnarchen und Schlafapnoe

Das Schnarchen ist ein weit verbreitetes Übel, das in den meisten Fällen allerdings nicht die Nachtruhe des Schnarchers stört. Dabei sind eher die Partner der Schnarcher betroffen. Doch Schnarchen kann auch auf ernsthafte Störungen hinweisen. Das Geräusch entsteht, wenn der Schläfer durch zu enge Atemwege atmen muss. Wenn die Schnarchgeräusche sehr laut und unregelmäßig werden, kann das auf eine Schlafapnoe hinweisen. Diese Erkrankung kann lebensbedrohliche Formen annehmen. Es kann ein extremer Sauerstoffmangel entstehen. Weiter kann es zu Tagesschläfrigkeit kommen. Eine Schlafapnoe kann zu Bluthochdruck, zu Schlaganfällen und Herzproblemen führen. Wenn ein Schnarcher also in jeder Körperlage laut und unregelmäßig schnarcht, so sollte auf jeden Fall der Arzt aufgesucht werden. Auf der Internetseite der Charité können sich Betroffene informieren.

Die Therapie

Grundsätzlich muss immer die Ursache des gestörten Schlafes herausgefunden werden. Dabei kann es einerseits darum gehen, Störungen wie Lärm oder zu viel Licht zu beseitigen. Andererseits könnte auch falsches Verhalten geändert werden müssen. Entspannungstechniken wie Autogenes Training, Yoga oder progressive Muskelentspannung können hilfreich sein. Ebenso kann ein verhaltenstherapeutischer Ansatz zu einem besseren Schlaf beitragen. Weil wie immer der leichte und bequeme Weg nicht immer der beste ist, sollte der Griff zu Schlafmitteln gut überlegt werden.

Schlafmittel – eine zweifelhafte Lösung

Schlafmittel wirken zunächst in den meisten Fällen – sie sind eine künstliche Hilfe zum Ein- oder Durchschlafen. Doch alle Pillen und Pülverchen richten nichts gegen die Ursachen der Schlaflosigkeit aus. Deshalb sollten Schlafmittel nur über einen kurzen Zeitraum hinweg angewandt werden. In dieser Zeit kann man die Gründe für den schlechten Schlaf herausfinden und Möglichkeiten der Behandlung ausloten. Denn bei regelmäßiger Anwendung von Schlafmitteln ist der Gewöhnungsfaktor so groß, dass man ohne ein Schlafmittel gar nicht mehr auskommt.

Der Körper gewöhnt sich an die Substanzen. Die Stoffe in den Medikamenten finden die Bereiche im Gehirn, an die sie sich binden und dann wirken können. Der Körper verringert mit der Zeit diese Zonen oder scheidet die Stoffe schneller aus. Der Effekt: Die Wirkung eines Schlafmittels lässt rasch nach, sodass man die Dosis erhöhen muss. Je höher die eingenommene Menge, um so massiver werden die Entzugserscheinungen beim Absetzen der Mittel.

Je nach Art der Schlafstörungen werden kurzfristig wirksame Mittel bei Einschlafstörungen, länger wirksame bei Problemen mit dem Durchschlafen verordnet. Es gibt aber kein einziges Mittel, das genau auf den Punkt wirkt und das individuelle Schlafbedürfnis befriedigt. Bei den meisten Problemen mit dem Ein- oder Durchschlafen sind aber Schlafmittel oder Beruhigungspillen im Grunde unnötig und sogar schädlich. Deshalb sollten grundsätzlich Schlafmittel niemals vorsorglich und ohne triftigen Grund eingenommen werden. Auch darf bei einer Selbstmedikation die Einnahme der Medikamente nur einige Tage andauern. Weiter kann auch das harmloseste Mittel Nebenwirkungen haben. Sie können das Bedienen von Maschinen oder auch die korrekte Teilnahme am Straßenverkehr beeinträchtigen.

Tipps gegen Schlafstörungen: Die Schlafhygiene

1. Man sollte erst dann ins Bett gehen, wenn man wirklich müde ist. Der Tag muss in Ruhe ausklingen können. Wer nicht einschlafen kann, sollte sich auf keinen Fall unter Druck setzen. Langes Herumwälzen und die wachsende Angst, den kommenden Tag nicht bewältigen zu können, fördern keinesfalls einen gesunden Schlaf. Wer ständig auf die Uhr schaut und sich quält, ändert nichts an den Problemen. Es ist in solchen Situationen besser, einfach aufzustehen und sich zu beschäftigen. Irgendwann holt sich der Körper sein Recht.

2. Das Schlafzimmer sollte ein Ort der Ruhe sein. Auch die Temperatur ist wichtig. Generell sind 18 Grad ein guter Richtwert einer gesunden Schlaftemperatur, doch das ist individuell unterschiedlich. Ruhe und Dunkelheit sind unerlässliche Faktoren, die einen Raum zu einem Schlafzimmer machen. Dunkelheit kann mit Vorhängen oder Rollos, die Ruhe mit Ohrstöpseln geschaffen werden. Vor dem Zubettgehen sollte der Schlafraum gut gelüftet werden.

3. Ein leichter Imbiss fördert gutes Einschlafen, aber eine üppige Mahlzeit mit scharfen Gewürzen ist eher kontraproduktiv. Das letzte Essen sollte zwei oder drei Stunden vor dem Schlafengehen liegen.

4. Kaffee, schwarzen Tee, Cola oder Energy Drinks sollte man vor dem Zubettgehen meiden. Vier bis sechs Stunden vor dem Gang ins Bett sind solche Genüsse verboten, wenn man gut schlafen will. Raucher sollten vor dem Zubettgehen oder auch während der Nacht nicht zur Zigarette greifen.

5. Regelmäßige Schlafzeiten sorgen dafür, dass sich der Schlaf-Wach-Rhythmus stabilisiert. Man sollte die Zeiten einhalten, auch am Wochenende und im Urlaub.

6. Viele Menschen schwören auf die positive Wirkung des Mittagsschlafes. Doch langes Schlafen am Tag kann zu abendlichen und nächtlichen Schlafstörungen führen. Ein 15-minütiger Mittagsschlaf ist völlig ausreichend.

7. Körperliche Bewegung und Sport bauen Spannungen ab und machen müde. Doch wenn es richtig anstrengend wird, so wird der Kreislauf angeregt. Das aber macht eher wach und fördert nicht unbedingt Entspannung und erholsamen Schlaf.

8. Alkohol vor dem Schlafengehen sollte vermieden werden. So mancher glaubt, dass ein alkoholischer Schlaftrunk den guten und tiefen Schlaf ermöglicht. Das aber ist nur zum Teil richtig. Alkohol sorgt zwar für rasches Einschlafen, verursacht aber Durchschlafstörungen. Außerdem besteht die Gefahr der Gewöhnung.

9. Das kennt auch jeder: Man kann nicht einschlafen, weil man sich über irgendetwas Sorgen macht oder nachgrübelt. Auch kann es vorkommen, dass man wichtige Dinge nicht vergessen will und deshalb keinen Schlaf findet. Dagegen hilft ein Notizbuch und ein Stift auf dem Nachttisch neben dem Bett. Man kann die Sorgen und Probleme aufschreiben und wichtige Dinge festhalten. So geht bis zum Morgen nichts verloren, und durch das Aufschreiben klärt sich manches von selbst.

1. Man sollte erst dann ins Bett gehen, wenn man wirklich müde ist. Der Tag muss in Ruhe ausklingen können. Wer nicht einschlafen kann, sollte sich auf keinen Fall unter Druck setzen. Langes Herumwälzen und die wachsende Angst, den kommenden Tag nicht bewältigen zu können, fördern keinesfalls einen gesunden Schlaf. Wer ständig auf die Uhr schaut und sich quält, ändert nichts an den Problemen. Es ist in solchen Situationen besser, einfach aufzustehen und sich zu beschäftigen. Irgendwann holt sich der Körper sein Recht.

Mit der Abkürzung RLS wird ein Phänomen benannt, unter dem Hunderttausende leiden. Wenn der Körper zur Ruhe kommt, beginnen Beine und Füße zu kribbeln, zu zucken und zu schmerzen. Für die Betroffenen sind das sehr unangenehme Empfindungen, die an einem, an beiden oder auch abwechselnd am rechten oder linken Bein auftauchen. Durch Bewegungen verschwinden zwar die Missempfindungen, doch der Schlaf wird durch die „ruhelosen Beine“ oft erheblich gestört. Der permanente Schlafmangel führt zu Müdigkeit und ständiger Erschöpfung. Hilfe kann der Arzt bringen. Auch über die Deutsche Restless Legs Vereinigung können sich Betroffene Rat, Information und Hilfe holen.

Als erstes Mittel der Wahl sollte der schlafgestörte Mensch zu pflanzlichen Mitteln greifen. Sie sind frei verkäuflich und können in jeder Apotheke oder Drogerie erworben werden. In den meisten Fällen werden diese Präparate mit Baldrian, Hopfen, Lavendel oder den Wirkstoffen der Passionsblume hergestellt. Für die Wirksamkeit des Baldrians gibt es bereits belegte Studien, für andere pflanzliche Stoffe noch nicht. Diese Mittel müssen über einen gewissen Zeitraum eingenommen werden, bevor sie ihre Wirkung entfalten. Es ist also nicht ratsam, die Dosis sofort zu erhöhen, wenn die gewünschte Wirkung nicht erreicht wird.

Auch Antihistaminika können bei Schlafstörungen angewandt werden. Eigentlich sollen diese Arzneimittel bei Allergien helfen, doch aufgrund ihrer beruhigenden Wirkung können sie auch den Schlaf einleiten. Sie können aber schnell zur Abhängigkeit führen und sind deshalb mit Vorsicht und nur für einen kurzen Zeitraum anzuwenden.

Bei schweren Schlafstörungen kann der Arzt rezeptpflichtige Mittel verordnen. Doch auch diese Medikamente sind nicht für den Dauergebrauch bestimmt, denn sonst sind schwere Abhängigkeiten möglich. Auch gibt es Nebenwirkungen, die von Gedächtnisstörungen bis hin zu geistiger Verwirrtheit reichen können. Hier sei vor allem eine Warnung wiederholt, die sehr wichtig ist: Die starken Schlafmittel dürfen keinesfalls zusammen mit Alkohol eingenommen werden. Die Wirkung kann sich verstärken und zu völlig unkontrollierbaren Reaktionen führen.

2. Das Schlafzimmer sollte ein Ort der Ruhe sein. Auch die Temperatur ist wichtig. Generell sind 18 Grad ein guter Richtwert einer gesunden Schlaftemperatur, doch das ist individuell unterschiedlich. Ruhe und Dunkelheit sind unerlässliche Faktoren, die einen Raum zu einem Schlafzimmer machen. Dunkelheit kann mit Vorhängen oder Rollos, die Ruhe mit Ohrstöpseln geschaffen werden. Vor dem Zubettgehen sollte der Schlafraum gut gelüftet werden.

3. Ein leichter Imbiss fördert gutes Einschlafen, aber eine üppige Mahlzeit mit scharfen Gewürzen ist eher kontraproduktiv. Das letzte Essen sollte zwei oder drei Stunden vor dem Schlafengehen liegen.

4. Kaffee, schwarzen Tee, Cola oder Energy Drinks sollte man vor dem Zubettgehen meiden. Vier bis sechs Stunden vor dem Gang ins Bett sind solche Genüsse verboten, wenn man gut schlafen will. Raucher sollten vor dem Zubettgehen oder auch während der Nacht nicht zur Zigarette greifen.

5. Regelmäßige Schlafzeiten sorgen dafür, dass sich der Schlaf-Wach-Rhythmus stabilisiert. Man sollte die Zeiten einhalten, auch am Wochenende und im Urlaub.

6. Viele Menschen schwören auf die positive Wirkung des Mittagsschlafes. Doch langes Schlafen am Tag kann zu abendlichen und nächtlichen Schlafstörungen führen. Ein 15-minütiger Mittagsschlaf ist völlig ausreichend.

7. Körperliche Bewegung und Sport bauen Spannungen ab und machen müde. Doch wenn es richtig anstrengend wird, so wird der Kreislauf angeregt. Das aber macht eher wach und fördert nicht unbedingt Entspannung und erholsamen Schlaf.

8. Alkohol vor dem Schlafengehen sollte vermieden werden. So mancher glaubt, dass ein alkoholischer Schlaftrunk den guten und tiefen Schlaf ermöglicht. Das aber ist nur zum Teil richtig. Alkohol sorgt zwar für rasches Einschlafen, verursacht aber Durchschlafstörungen. Außerdem besteht die Gefahr der Gewöhnung.

9. Das kennt auch jeder: Man kann nicht einschlafen, weil man sich über irgendetwas Sorgen macht oder nachgrübelt. Auch kann es vorkommen, dass man wichtige Dinge nicht vergessen will und deshalb keinen Schlaf findet. Dagegen hilft ein Notizbuch und ein Stift auf dem Nachttisch neben dem Bett. Man kann die Sorgen und Probleme aufschreiben und wichtige Dinge festhalten. So geht bis zum Morgen nichts verloren, und durch das Aufschreiben klärt sich manches von selbst.

Kostenerstattung der gesetzlichen Krankenkassen

Die gesetzlichen Krankenkassen zahlen keine frei verkäuflichen Medikamente. Wenn man auf pflanzliche Beruhigungs- oder Schlafmittel zurückgreifen will, so muss man diese Arzneimittel aus eigener Tasche zahlen. Die Kosten für Verhaltenstherapien, für Kurse zu Entspannungstechniken wie Yoga oder Autogenes Training werden bereits von vielen Kassen übernommen. Der Umfang der Kostenübernahme ist unterschiedlich. Hier klärt ein Anruf bei der jeweiligen Kasse die Kostenfrage.

Die gesetzlichen Krankenkassen zahlen ebenfalls eine Untersuchung im Schlaflabor bei schwierigen Fällen. Vom Arzt verordnete und rezeptpflichtige Medikamente werden von den Krankenkassen übernommen. Auch alle Kosten für Arztbesuche in diesem Zusammenhang tragen die Krankenkassen.

Kostenerstattung der privaten Krankenversicherung

Hier sind es die festgelegten Bedingungen der einzelnen Tarife, die die Erstattung der Kosten regeln. Bei ärztlicher Verordnung und medizinischer Notwendigkeit werden auch pflanzliche Präparate gezahlt. Auch die Kostenübernahme für Kurse zu Entspannungstechniken oder die Untersuchung im Schlaflabor ist bei privat Krankenversicherten gewährleistet. Bei den privaten Krankenversicherern steht immer die medizinische Notwendigkeit und die ärztliche Anordnung als Grundlage für die Erstattung der Kosten im Vordergrund.

(Bitte beachten Sie unsere Hinweise zu medizinischen Inhalten!)