Eine Absicherung, die zu meinem Leben passt!
Private Krankenversicherung im Vergleich:
Private Krankenversicherung Wechsel & Tarifwechsel
Werden die relevanten Bedingungen erbracht, kann ein Wechsel in die private Krankenversicherung (PKV) oder des Anbieters durchaus sinnvoll sein und einige Vorteile mit sich bringen: Es lassen sich Beiträge sparen und auch Leistungen optimieren.
Dieser Schritt sollte allerdings gründlich vorbereitet werden. Wir zeigen auf, worauf Sie achten sollten, bevor Sie Ihre PKV wechseln. Vor diesem Schritt sollten Versicherte vor allem klären, welche Leistungen sie von der neuen Krankenversicherung wünschen. Zu berücksichtigen sind dabei neben den gängigen Leistungen auch Zusatzleistungen und die Beiträge.
In Berücksichtigung der persönlichen Bedürfnisse, Ansprüche und gesundheitlichen Risiken erhält jeder Versicherte einen passenden Tarifvertrag für die private Krankenversicherung. Ein Wechsel in eine private Krankenkasse hat einige Vorzüge:
- Kostenersparnis für einige Berufsgruppen (v.a. Selbständige, Freiberufler und Beamte)
- individuell gestaltbarer Leistungskatalog
- Beiträge richten sich nach dem Gesundheitszustand
- Günstige Tarife, die solide Leistungen und langfristig stabile Beiträge bieten.
Wechsel von der Gesetzlichen Krankenkasse in die PKV
Jedes Jahr wechseln mehr Menschen von der gesetzlichen in die private Krankenversicherung als umgekehrt. Grund sind häufig die Vorteile der PKV, die sich für viele ergeben. Neukunden profitieren zudem sehr häufig von jungen Tarifen zu günstigen Konditionen. Wer sich erstmals privat versichert sollte sich daher über folgende Punkte vorab informieren oder eine unabhängige PKV-Beratung nutzen:
- Welche Leistungen werden benötigt? Es wird nur für versicherte Leistungen gezahlt. Wer zuviel absichert, zahlt oft auch zuviel.
- Welche Kosten entstehen durch den Wechsel GKV-PKV? Kostenersparnis für bestimmte Berufsgruppen, Doppelverdiener und Gutverdiener. Auch Tarife für Familien bedenken
- Ist eine Selbstbeteiligung sinnvoll? Das führt zu einer höheren Eigenbeteiligung, reduziert aber den Monatsbeitrag spürbar.
Beachten Sie die Bedingungen!
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Grundsätzlich kann in die PKV wechseln, wer die notwendigen Voraussetzungen erfüllt. Bei einem Wechsel in die private Krankenversicherung müssen einige Aspekte für einen lückenlosen Schutz beachtet werden. Folgende Kriterien gelten für die Mitgliedschaft bei einem privaten Krankenversicherungsunternehmen:
- Einkommen oberhalb der Versicherungspflichtgrenze für Angestellte
- Personen mit Versicherungsfreiheit wie Selbständige, Freiberufler, Beamte und unter Umständen auch Studenten können einkommensunabhängig in die PKV wechseln
- erfolgreiche Gesundheitsprüfung zur Ermittlung des statistischen Krankheitsrisikos
- Einhalten der Wechsel- und Kündigungsfristen
Für einen lückenlosen Wechsel
Kündigen Sie Ihre bestehende Krankenversicherung erst, wenn sie eine passende private Kasse gefunden haben.
Hintergrund: Wenn man seine Krankenversicherung kündigt, muss man aufgrund der seit 2009 bestehenden allgemeinen Krankenversicherungspflicht in Deutschland zwingend und lückenlos einen neuen Anbieter wählen. Bis zum letzten Versicherungstag muss daher beim früheren Versicherer ein Nachweis über die neue Versicherung erbracht werden, damit die Kündigung rechtskräftig werden kann.
Aktuell: Privatversicherte immer offener für PKV Wechsel
Immer häufiger ist der Mitgliederschwund Thema in der privaten Krankenversicherung. Dabei kehren Versicherte der PKV nicht komplett den Rücken, sondern nehmen einen PKV Wechsel in Anspruch und versichern sich zu verbesserten Konditionen bei anderen Anbietern. So verlor beispielsweise die Allianz in den Jahren 2010 – 2015 rund 66.000 Versicherte. Bei der DKV waren es ca. 96.800 Mitglieder, bei der Central sogar rund 166.900.
Allein im Jahr 2016 wanderten 19.000 Vollversicherte von der DKV ab. Ein Plus von rund 33.000 Abschlüssen konnte dagegen die Debeka im selben Jahr verzeichnen. Dabei handelte es sich nicht um gänzlich neue Privatversicherungen, sondern um Menschen, die von einer anderen Krankenversicherung wechselten.
Rückkehr in die gesetzliche Krankenversicherung
Eine Rückkehr in die gesetzliche Krankenkasse ist möglich, jedoch sind dafür einige Voraussetzungen zu erfüllen. Diese Voraussetzungen könne in verschiedenen Konstellationen erfüllt werden, vor allem wenn sich der Berufsstatus so ändert, dass die gesetzliche Pflichtversicherung wieder greift. Das kann z.B. in der Krankenversicherung für alle Selbständigen gelten, die wieder angestellt arbeiten, aber weniger als die aktuelle Versicherungspflichtgrenze verdienen. Auch für Angestellte, deren Einkommen wieder unter die Grenze rutscht, ist eine Rückkehr möglich. Ein Wechsel von der privaten Krankenversicherung in die GKV ist nur vor Vollendung des 55. Lebensjahres (also bis 54 Jahre) möglich.
Wer nach der Selbständigkeit eine befristete Stelle zu den o.g. Konditionen für unter ein Jahr antritt, muss im Anschluss nicht zurück in die private Krankenversicherung (gilt seit August 2013). Voraussetzung dafür ist, dass die Versicherung in der PKV nicht mehr besteht und auch nicht in eine Anwartschaft überführt wurde.
Desweiteren sollte beachtet werden, dass privat Versicherte nicht in die GKV wechseln können, auch wenn Sie sich dort freiwillig versichern möchten. Freiwillig in der GKV versichern lassen kann sich nur, wer sich im Vorfeld dafür entscheidet.
Möglichkeiten für Personen über 55 Jahre
Personen über 55 sind versicherungsfrei. Das bedeutet: Auch wenn alle Voraussetzungen für eine erneute Mitgliedschaft in der GKV erfüllt sein sollten, müssen diese Personen Mitglied der privaten Krankenversicherung bleiben.
Grund für die Reglementierung der Rückkehr ist laut Gesetzgeber, dass Versicherte nicht im Laufe des Lebens das jeweils günstigere Versicherungssystem wählen. So wird verhindet, dass junge und gesunde Personen die günstige private Krankenversicherung wählen und dann im Alter die Gesetzliche, um die Risiken und Kosten der Versichertengemeinschaft aufzubürden.
Fristen zur Kündigung
Wer seine private Krankenkasse verlassen möchte, muss Fristen einhalten: Bei ordentlicher Kündigung drei Monate zum Ablauf des Kalenderjahres. In einigen Fällen ist eine außerordentliche Kündigung möglich, z.B. bei Beitragserhöhungen. Dann ist die Kündigung außerhalb der Frist möglich.
Neue Regelung seit 1. August 2017
Eine neue Regelung trat am 1. August 2017 in Kraft, welche die 9/10-Regelung entschärft. Bis dato regelte diese, dass Rentner nur in die KVdR wechseln können, wenn sie in der zweiten Hälfte ihres Lebens mindestens 90 Prozent der Zeit gesetzliche versichert waren. Mit der Neuregelung werden nun auch Kinder berücksichtigt, denn pro Kind werden dem Wechselwilligen drei Jahre auf die benannte Vorversicherungszeit gut geschrieben. Dies gilt sowohl für Frauen, als auch Männer. Ob die Kinder adoptiert, verstorben oder nur bei einem Elternteil aufgewachsen sind, spielt dabei keine weiterführende Rolle. Zugute kommt die Regelung allen freiwillig Versicherten in der GKV.
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PKV-Tarifwechsel innerhalb der Gesellschaft gemäß VVG §204
Alternative Tarifwechsel – Wenn die Rückkehr mit Verlusten verbunden ist
Ist ein Wechsel zurück in das gesetzliche System nicht möglich oder mit hohen Verlusten (Altersrückstellungen) verbunden, können Versicherte mithilfe eines Tarifwechsels innerhalb der Versicherung Einsparpotentiale ausschöpfen und einen kostengünstigeren Versicherungsschutz erzielen. Dieses Wechselrecht hat der Gesetzgeber in § 204 des Versicherungsvertragsgesetzes (VVG) festgeschrieben.
Während der Anbieter bei Versicherten über 60 Jahre ohnehin zur Information über günstigere Tarifalternativen verpflichtet ist, sollten jüngere Versicherte mit ausreichender Versicherungszeit diese Option regelmäßig selbst überprüfen oder sich von unabhängigen Versicherungsexperten beraten lassen. Der Vorteil an dieser Art der Tarif- und Beitragsoptimierung ist, dass bestehende Rückstellungen übertragen werden können und keine erneute Gesundheitsprüfung fällig wird.
Vorteile beim Tarifwechsel
Der Tarifwechsel innerhalb der bisherigen Krankenversicherung (KV) bietet verschiedene Vorteile. Wir haben 10 für Sie zusammengestellt:
- PKV-Wechsel ist nicht notwendig
- Ca. 2- bis 3-stellige Beitragsersparnis
- Leistungen bleiben gleichwertig
- Altersunabhängige Durchführbarkeit
- Neue Gesundheitsprüfung ist nicht notwendig
- Ihre Altersrückstellungen gehen nicht verloren
- Einfache Abwicklung über Tarifexperten
- Kostenfreie Recherche von Tarifalternativen
- Ihr KV-Ansprechpartner bleibt erhalten
- Keine Begründung gegenüber der KV nötig
10 Tarifwechsel-Anbieter im Check
Ein PKV-Tarifwechsel ist in der Regel mit einem nennenswerten Aufwand verbunden und erfordert entsprechende Fachkenntnisse, Erfahrung und nicht zuletzt Geduld. Für Versicherte kann daher gelten: Bei den vielen möglichen Stolperfallen auf diesem Gebiet ist es alles andere als einfach, den passenden Alternativ-Tarif selbständig zu ermitteln. Auch mögliche Vorschläge der eigenen privaten Krankenversicherung richtig einzuschätzen, kann somit eine Herausforderung sein, z.B. im Hinblick auf das Verhältnis von angebotenen Leistungen und Beiträgen.
Abgesehen von dem direkten Gespräch mit dem eigenen PKV-Anbieter besteht für die Versicherten auch die Möglichkeit, auf externe Hilfe zu setzen. Verschiedene Dienstleister bieten eine, Ihren Angaben zufolge, professionelle Unterstützung bei dem Analyse- und Umstellungsprozess an. Tarifwechsel-Dienstleister können etwa Versicherungsmakler, Rechtsanwälte, Versicherungsberater und entsprechende Experten bei Verbraucherzentralen sein.
Abzuwägen ist hierbei zum Beispiel, mit welchen Kosten die Inanspruchnahme dieser Anbieter verbunden ist und welche Leistungen der Versicherte im Verhältnis bekommen kann. Folgende Tabelle fasst besondere Leistungen und Konditionen bekannter Tarifwechsel-Anbieter, die zum Teil auch von Stiftung Warentest unter die Lupe genommen worden sind, exemplarisch zusammen. Die angebotenen Standard-Leistungen aller gelisteten Anbieter beinhalten sowohl die Tarifanalyse, als auch, in einem nächsten Schritt, die Tarifumstellung.
Wechseldienstleister | Besondere Leistungen | Spezielle Konditionen |
---|---|---|
Deutsche Gesellschaft für Privatpatienten mbH |
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expertennetzwerk24 GbR |
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hc consulting AG |
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Javier Garcia, Assekuranzmakler |
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Maklerexperten GmbH |
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Minerva KundenRechte GmbH |
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MLP Finanzdienstleistungen AG |
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PKV Tarifwechsel 50 Plus Kai Rosseborg und Florian Harries GbR |
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Verbraucherzentrale Hamburg e. V. |
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WIDGE.de GmbH® |
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*Die Wechseldienstleister sind alphabetisch geordnet. Der Reihenfolge sowie der Nichtberücksichtigung weiterer Dienstleister ist keinerlei Wertung zu entnehmen.
** Quellen: Unternehmensangaben, Finanztest-Ausgabe: 3/2017
Möglichkeiten zur Tarifoptimierung für privat Versicherte
Um den steigenden Beitragskosten zu entkommen, gibt es einen sehr effektiven Weg – nämlich die Möglichkeit des Tarifwechsels innerhalb der PKV (Tarifoptimierung). Jeder Versicherte hat das gesetzlich festgelegte Recht nach § 204 des Versicherungsvertragsgesetzes (VVG), einen günstigeren Tarif mit den selben Leistungen in der eigenen Versicherungsgesellschaft abzuschließen – und das unter Mitnahme bereits erworbener Rechte (Altersrückstellung, Gesundheitzustand etc.). Damit umgehen Sie eine ungünstige Risiko- und Kostenverteilung Ihrer Tarifgruppe (siehe Abbildung).
Der Effekt der „Entmischung“ der Tarifkollektive
Wenn in bestimmten Tarifen mehr Gesunde abwandern als geplant und somit mehr Kranke als geplant in dem Tarif in einer Altersgruppe bleiben, sprechen Experten von „Entmischung“. Das heißt die Risiken (krank/gesund) sind nicht weiter so „vermischt“, dass sich Einnahmen und Kosten die Waage halten. Sogenannte schlechte Risiken und damit höhere Kosten gewinnen die Überhand – der Tarif wird teurer in der jeweiligen Altersgruppe.
Je länger Sie in Ihrem Tarif privat versichert sind und je mehr Beiträge Sie zahlen, desto vielversprechender ist die Tarifoptimierung und das finanzielle Einsparpotenzial durch den Tarifwechsel. Das können mehrere tausend Euro jährlich sein. Ein Tarifwechsel ist in der Regel dem Verlassen der PKV vorzuziehen, wenn Sie seit mindestens 7 Jahren Kunde sind.
Lassen Sie sich nicht von folgenden Behauptungen Ihrer Versicherung irritieren:
- nur gegen Gesundheitsprüfung
- kleinere Beiträge und vergleichbarer Versicherungsschutz unvereinbar
- Tarif nur für bestimmte Jahrgänge zu haben
- Tarif nur für Neukunden offen
- nur gegen Risikozuschlag
- kompliziertes, äußerst zeitaufwändiges Verfahren
Denn all das stimmt nicht. Die Allianz scheiterte 2010 mit solch einem Fall vor Gericht. Der Kunde bekam Recht und durfte den Wechsel in einen günstigeren Tarif vornehmen.
50 Prozent Ersparnis sind keine Seltenheit
In einen günstigeren Tarif wechseln kann der Kunde im Grunde, so oft er möchte. Um bis zu 50 Prozent können viele Kunden die Kosten senken. Durchschnittlich zahlen Kunden, die den Tarifwechsel bereits vollzogen haben, 2.000 bis 2.500 Euro pro Jahr weniger. Laut Stiftung Warentest lassen sich in Einzelfällen sogar bis zu 500 Euro monatlich einsparen. Bei der Tarifoptimierung stellt sich aber neben dem undurchsichtigen Dickicht des Tarifdschungels noch eine weitere Schwierigkeit ein: Selten gibt es dieselben Leistungszusagen bei zwei verschiedenen Tarifen.
Unverbindliche Fallbeispiele zur Tarifoptimierung:
ARD-Video zum Tarifwechsel
Die Fachwelt über den Tarifwechsel
Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe, CDU (12/2013-03/2018)
„Ein Tarifwechsel […] wird ihnen nicht gerade leicht gemacht. Vor allem ältere Versicherte mit einer kleinen Rente scheinen mir hiervon betroffen zu sein“
Copyright: Bundesregierung / Steffen Kugler
Stiftung Warentest (Ausgabe Finanztest 3/2017)
„ Kunden können aber bei ihrem Versicherer in einen günstigeren „gleichartigen“ Tarif wechseln und behalten dabei alle im bisherigen Vertrag erworbenen Rechte“
Bund der Versicherten
„Um aktuell den Beitrag zu senken, gibt es die Möglichkeit des Tarifwechsels innerhalb des gleichen Unternehmens.“
Verbraucherzentrale Bundesverband
„ bestätigen, dass mit den unterschiedlichsten Methoden versucht wird, die Kunden daran zu hindern, in günstigere Tarife zu wechseln. Obwohl den Versicherten dieses Recht nach dem Gesetz ausdrücklich zusteht.“
Spiegel Online (Beitrag v. 5/2016)
„Privatversicherte müssen teils drastische Beitragssteigerungen stemmen. Oft wird als Ausweg ein Tarifwechsel empfohlen.“
Karl Lauterbach, Gesundheitspolitiker (SPD) zur „Welt am Sonntag“ August 2017
„[…] Die Beiträge für Nicht-Beamte werden sich in den nächsten zehn Jahren fast verdoppeln“
Völlig problemlos ist ein Wechsel zu einem anderen Tarif, der genauso viel leistet wie der alte. Beinhaltet der billigere ins Auge gefasste Tarif jedoch mehr Leistungen, darf die Versicherungsgesellschaft für die Mehrleistung – und zwar nur dafür – eine neue Gesundheitsprüfung verlangen oder einen Risikozuschlag erheben. Wer eine Gesundheitsprüfung scheut oder diese nicht besteht, kann jedoch auf die Mehrleistung verzichten. Dann bleibt in dem neuen, günstigeren Tarif quasi der alte Leistungsumfang bestehen.
Beitragsentlastung im Alter für Personen ab 55 und Rentner
Beitragserhöhungen in der privaten Krankenversicherung gehen insbesondere für Rentner mit großen finanziellen Herausforderungen einher, denn ältere Menschen verfügen in der Regel über weniger Geld als während ihrer berufstätigen Zeit. Um die monatliche Belastung durch den Beitrag zu reduzieren und sich einen größeren finanziellen Spielraum zu verschaffen, gibt es theoretisch zwei Möglichkeiten; den PKV-Wechsel und den Tarifwechsel innerhalb der eigenen Gesellschaft.
Praktisch ist nur eine Möglichkeit attraktiv für Rentner: Um die über viele Versicherungsjahre bei ein- und derselben Privatversicherung angesparten Altersrückstellungen nicht zu verlieren, können auch Rentner am Beitrag sparen, indem sie altersunabhängig in einen kostengünstigeren Tarif ihrer Versicherung wechseln. Dabei müssen Sie nicht auf ihren bisherigen Leistungsumfang verzichten.
Keine Altersgrenze
Die Tarifoptimierung ist altersunabhängig möglich für alle PKV-Versicherten. Lohnenswert ist sie besonders für Kunden ab 50 Jahren, die schon seit vielen Jahren bei einem Unternehmen versichert sind.
Die über mehrere Jahre im Rahmen der Beitragszahlungen angesparten Altersrückstellungen können problemlos in den neuen Tarif mitgenommen werden.
Die für den Eintritt in die PKV obligatorische Gesundheitsprüfung wird nicht erneut notwendig.
Der Versicherer ist bei Kunden ab dem 60. Lebensjahr dazu verpflichtet, konkrete Hinweise zu geben, wie sie den Beitrag optimieren können. Der neue Tarif sollte eine vergleichbare Absicherung bieten.
Checkliste: Voraussetzungen prüfen: Lässt sich Ihr Tarif optimieren?
Der Wechsel in einen Neutarif bei der bestehenden Versicherung verspricht hohe Einspareffekte. Doch für diesen Schritt sollten folgende Bedingungen erfüllt sein:
- Private Krankenvollversicherung
- Monatlicher Beitrag beträgt mindestens 400 Euro
- Vertrag besteht seit mindestens 7 Jahren oder länger bei dieser Versicherungsgesellschaft
Für folgende Personen lohnt der Tarifwechsel besonders:
- Versicherte mit geringer Selbstbeteiligung
- Kunden von fusionierenden Unternehmen
- Rentner, denn diese bezahlen sehr häufig zu hohe Beiträge
- Frauen, die durch Unisex in der PKV günstiger wegkommen
Für folgende Personen verspricht eine Tarifoptimierung wenig Einsparungen:
- Beamte mit Anspruch auf Beihilfe
- Versicherte bestimmter Gesellschaften, z.B. der Debeka, SDK, Alte Oldenburger und LVM. Der Grund dafür ist, dass diese Versicherungsunternehmen ungünstige Tarifstrukturen haben bzw. selten neue Tarife auflegen. Daher stehen kaum Neutarife zur Verfügung, die Einsparpotenzial bieten.
Kosten senken durch Optimierung des Risikozuschlags
Außerdem ist es möglich, nur eine Optimierung seines PKV-Risikozuschlages vorzunehmen. Denn einmal vereinbarte Risikozuschläge für Vorerkrankungen sind nicht unabänderlich festgeschrieben und meist ohnehin zeitlich begrenzt. Der Versicherte kann die Herabsetzung seines Risikozuschlages verlangen, wenn seine Erkrankung die risikoerhöhende Bedeutung gemäß Vertrag verliert.
Hintergrund ist, dass die Versicherung nicht verpflichtet ist, den Kunden auf die Möglichkeit der Reduzierung oder Streichung des Zuschlags hinzuweisen. Einen Automatismus, wonach die Versicherung den Risikozuschlag gemäß Tarifvereinbarung nach eigener Entscheidung streicht, gibt es ebenfalls nicht. Dies passiert in der Regel nur auf Inititative des Kunden!
Hintergrund Beitragserhöhung
Jedes Jahr aufs Neue gibt es bei vielen privaten Krankenversicherungen Beitragserhöhungen mit der Begründung, Medikamente, medizinisches Personal und medizinische Geräte würden ebenfalls teurer werden.
Davon sind in den vergangenen Jahren die größten PKV-Anbieter betroffen gewesen. Die Höhe der durchschnittlichen Erhöhungen schwankt bei Bestandskunden je nach Tarif und Anbieter zwischen 0,5 und sieben Prozent.
Stolperfallen: Lassen Sie sich vom Tarifwechselwunsch nicht abbringen
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